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Am 6. August feierte unsere Gesellschaft das 15-jährige Jubiläum ihres Bestehens
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So verlief unsere Feier am 06. August 2008
Lied: "Heut' ist ein wunderschöner Tag"
Dieses Lied gibt am besten den Sinn des heutigen Tages wieder. Mit dieser Feier wollen wir unser Versprechen einhalten, welches wir vor fünf Jahren gegeben haben. Das Schicksal, der Schöpfer und die Stadtverwaltung haben es ermöglicht, diejenigen zu ehren, die keinen Glück hatten und in namenlosen Gräbern ruhen.
Wir freuen uns über die Anwesenheit so vieler bedeutender Gäste.
Im Namen aller Mitglieder der Gesellschaft deutscher Minderheit in Heilsberg möchten wir zu diesem Fest begrüßen:
Lied: "Es wollen zwei auf Reise gehen..."
Die Gesellschaft deutscher Minderheit in Heilsberg "Warmia" hat in den letzten zehn Jahren einen eigenen Wirkbereich erarbeitet. Die ersten Jahre waren schwierig, aber darüber haben wir schon vor fünf Jahren erzählt. Die Mitglieder wollten nicht als Gruppe von festgefahrenen, ermüdeten und von Vergangenheit bestimmten Menschen angesehen werden. Deshalb möchten sie für andere tätig sein und mit jenen zusammenwirken, denen die Geschichte dieser Gegend wichtig ist. Sie sind frei von Vorurteilen und Klischees. Aus dieser Einstellung heraus erwuchs die zehnjährige Zusammenarbeit mit der Tanzgruppe Saga aus Bartenstein. Ihr allererster Auftritt fand während des Stadtfestes in Heilsberg statt. Heute sehen wir schon die zweite Generation von Saga. Diese möchte Ihnen heute zwei Tänze vorführen.
Tänze von Saga
Der Stolz unserer Gesellschaft ist der Gesangsgruppe "Warmia". Wir verzichten bewusst auf den Begriff "Chor", weil wir einstimmig singen. Nur zur Zeit, als uns Dirigenten aus Deutschland, Familie GruÜtzmacher, unterstützt haben, haben wir mehrstimmig gesungen. Wir besinnen uns auf die vielen Ratschläge unserer Meister zurück und bemühen uns in Klein- und Großstädten Deutschlands und Polens die Kultur Ostpreußens darbieten. Man schätzt uns aus mehreren Gründen:
Wir singen zwei Lieder:
"So, la la" - mit Text von Goethe
sowie ein Lied für Jäger (und alle Männer sind im gewissen Sinne Jäger):
"Es wollte ein Jäger das jagen"
Zwei Tänze von Saga
Unser Stolz ist die Gruppe von Jugendlichen, die in der "Warmia" ihre Wurzeln hat. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Damian Kardymowicz konnte die Idee wahr werden: Er verbreitete - trotz mehrerer Fehlschläge zu Beginn seiner Tätigkeit - die Idee des Volontariats unter Gleichaltrigen. Daraus entstand die Gruppe, die wir als Joannici kennen. Dies war der Anfang des Erste-Hilfe-Teams der Jugendlichen. Die stetige Fort- und Weiterbildung, die Zusammenarbeit mit Powiatowe Centrum Ratownictwa Medycznego sowie Herrn Dariusz Soko³owski, aber auch die Unterstützung von Seiten des damaligen Krankenhausdirektors - des jetzigen Bürgermeisters - Herrn Artur Wajs verfehlte ihre Wirkung nicht. Unsere heilsberger Jugend belegte den zweiten Platz im Wettbewerb der Erste-Hilfe-Teams unserer Woiwodschaft.
Diese Erfolge sind vor allem Damian zuzuschreiben. Seit fünf Jahren organisiert er Sommerlager für Jugendliche. Er wirbt erfolgreich für Unterstützung und gewinnt durch Projekte EU-Gelder. Diese ermöglichen zweiwöchige Ferien mit einer Eigenbeteiligung von nur 150 PLZ. Schon 220 Jugendlichen haben auf diese Art und Weise die Grundlagen der Ersten Hilfe gelernt und zugleich eine unvergessliche Zeit mit Gleichaltrigen verbracht. Man kennt Damian als einen tollen Organisator und zuverlässigen Partner. An dieser Stelle möchten wir uns auch bei den Betreuern bedanken, die ehrenamtlich zu diesem Erfolg beigetragen haben. Beispielhaft war der Einsatz des Herrn Nowosielski, der diese Funktion an vier Sommerlagern und während anderer Veranstaltungen wahrgenommen hat. Ebenso bedanken wir uns bei Frau Ewa Urbanowicz und Herrn Jerzy Burza. Heute zählt unser Team 20 Jungretter. Auf dieses Ziel hin arbeiten in der 44. Dru¿yna Starszoharcerska ... Schüler der heilsberger Gymnasien.
Jetzt laden wir Sie zu einigen Minuten des Tanzes und des Gesangs.
Saga tanzt zwei Tänze
"Warmia" singt:
"Du, du, liegt mir in Herzen"
"Es, es, es und es"
Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch auf die Veranstaltung unserer Gesellschaft hinweisen. Seit fünfzehn Jahren laden wir die Bewohner Heilsbergs am zweiten Wochenende im Dezember im Kultur Haus zum Adventsabend ein. Seit sieben Jahren wird dieses Ereignis von einem Kunst- und Handwerk-Seminar begleitet. In diesen Jahren nahmen daran 420 Jugendlichen teil, die nicht nur aus den Vereinen der deutschen Minderheit, sondern auch aus denen der ukrainischen, entstammen. Sie lernen neue Techniken des Handwerks kennen. Sie üben deutsche Tänze und Gesänge ein, erstellen Weihnachtskarten. Darin bringen sie viel Aufmerksamkeit und Fleiß ein. Jedes Jahr gehören die Vorbereitungen der Theater-Gruppe zu den aufwendigsten. Seit vier Jahren bereiten wir Stücke vor, die die schwierige Nachkriegsgeschichte der Vertriebenen und Umgesiedelten in Ermland und Masuren zeigen. Es sind schwierige Themen - aber so ist auch das Leben. Als äußerst hilfreich bei diesen Vorbereitungen erwiesen sich die Ehrenamtlichen: Malgorzata ¯amejæ, Mariusz Królikowski, Aleksandra Znaleziona, Danusia i Dorota Niewêg³owskie, Ma³gorzata Dumiñska.
Saga tanzt
"Warmia" singt - Lili Marlen
In den letzten Jahren haben die Bewohner Heilsbergs immer öfter die Hilfe der Johanniter-Station angenommen. Die Schwestern halfen überall, wo es nötig war: bei Krankheiten oder Unfällen. Sie verteilten die Rehabilitationsgeräte und Verbandmaterial. Während der Hausbesuche sorgten sie für richtige Pflege. Die Patienten haben sehnsüchtig auf das Auto mit dem charakteristischen Sternenkreuz gewartet. Die Schwestern brachten das Essen all jenen Familien, die vom Hunger bedroht waren. Sie haben zum Erfolg bei der Bemühung um eine Insulinpumpe für ein heilsberger Mädchen beigetragen. Sie kann trotz der schweren Form dieser Krankheit wie jedes andere Kind spielen und lernen. All' diese Hilfe wurde unentgeltlich geleistet. Für die zehnjährige Tätigkeit möchten wir uns an dieser Stelle bei Marianna Sybicka und Brygida Gryz bedanken. Ihr seid dem menschlichen Leid am nächsten und Eure Anwesenheit sorgt bei vielen eurer Patienten für Hoffnung und Zuversicht.
Lied: "Wenn alle Brünnlein fließen"
Gedicht - vorgetragen von Erna Buczel "Meine Stadt"
Zu jeder Jahreszeit sind uns Gäste in unseren Räumen willkommen. Bei uns bekommen sie eine Tasse Kaffee, Kuchen und menschliche Wärme. Durch das Singen der Lieder der Kinderzeit halten wir die Geschichte der Menschen im Bewusstsein, die unter den Wirren der Weltgeschichte zu leiden hatten: die ihre Häuser verlassen mussten, fern ihrer Wurzeln neu beginnen mussten. Heute gibt es keine abschreckenden Staatsgrenzen mehr. Auch im Bewusstsein verschwinden die meisten Grenzen. Viele von Euch kann heute frei durch die Straßen und die Felder Ihrer Eltern spazieren oder einen Blick in das Elternhaus werfen. Die Sehnsucht und die Erinnerung an die glücklichen Tage der Kindheit gibt Euch Kräfte für die Zukunft.
Kommt also in das Land Eurer Kindheit. Die Mitglieder der Gesellschaft deutscher Minderheit "Warmia" heißen Euch jederzeit herzlich willkommen.
Lieder: "Nach meiner Heimat", "Wahre Freundschaft"
Werte Gäste!
Lasst uns einen Dank an all' jene ausrichten, die unserer Gesellschaft nahe stehen. Zunächst gilt unser Dank Herrn Aloys Steffen und seiner Ehefrau. Ohne seine Unterstützung könnten wir unsere Pläne niemals in die Tat umsetzen. Besonders herzlich danken wir Herrn August Dietrich. Durch Sie haben viele das Land ihrer Vorfahren wieder entdeckt. Unseren Dank verdient auch das Ehepaar Maguart. Diese Energie, die Liebe zum Land der Eltern und das Engagement wecken in uns Bewunderung. Wir danken ebenfalls den Amtsträgern: Herrn Marschall durch Frau Krystyna Orlowska-Wojczulanis, dem Herrn Bürgermeister Artur Wajs sowie Herrn Landsrat- Marek Chyl für eine wohlwollende Begleitung unserer Tätigkeit und die Normalisierung der deutsch-polnischen Beziehungen in unserer Stadt und unserem Landkreis. Danke, dass wir in dieser Stadt die Traditionen unserer Väter weiterleben dürfen.
Es lässt sich nichts verbergen: unserer Verein ist 15 Jahre alt. Wir sind Stolz auf unsere Tätigkeit für die lokale Gesellschaft. Es ist aber nicht leicht; junge Leute verlassen unsere Stadt, und wir? Tja, wir bleiben immer jung - im Geiste. Wir wollten aus den letzten fünf Jahren eine Bilanz ziehen.
Der Höhepunkt der Veranstaltung war das Gedenken an die in Heilsberg während des II Weltkrieges ums Leben gekommenen Bürger und das Gedenken an diejenigen, die in namenslosen Gräbern ruhen. Dieses Mal konnten wir, Dank dem Einverständnis des Bürgermeisters Artur Wajs, unsere Pläne realisieren und ein Gedenkstein auf dem Stadtfriedhof einweihen. Dieses Geschehen betreute mit vollem Einsatz unser Vorstandsmitglied - Rita Pop³awska.
Der Autor des Buches, Eugeniusz Borodij, erzählt über die Geschichte der Familienhäuser
Wir sind auf der Dêbowa Str./ dieses Gebeude ist auch vor dem Jahre 1945 entstanden.
Magie des Lichtes und Windes
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